Ilios-Rudel
05.September 2010, 16:03:23 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
 
   Übersicht   Hilfe Suche Kalender Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]
  Drucken  
Autor Thema: Ehemalige Mitglieder  (Gelesen 672 mal)
Thalia
Alpha

Offline Offline

Geschlecht: Weiblich

« am: 12.Januar 2010, 21:27:40 »

Lebt wohl, Gefährten, mögen sich unsere Wege eines fernen Tages noch einmal kreuzen - in diesem oder im nächsten Leben!
Gespeichert
Thalia
Alpha

Offline Offline

Geschlecht: Weiblich

« Antworten #1 am: 12.Januar 2010, 21:30:11 »

Anjum



Aussehen

Anjum kann man rein von seinem Aussehen nicht als einen besonderen Wolf betrachten, von der Masse würde er sich kaum abheben, denn er ist eher ein Allerweltswolf. Seine Fellfarbe schattiert sich, wie es für einen Grauwolf üblich ist, in die verschiedensten Grautöne und vermischt sich an Rückenpelz, rückwärtiger Nackenkrause und an seinen Ohren, sowie der Stirn mit einem sachten Braunton. Zwar fällt er dadurch kaum auf, doch schließlich hat dies ja Vor - und Nachteile. Vor allem für die Tarnung bietet sich ein solches Fellkleid praktischerweise sehr gut an. Was man wohl kaum glauben mag, ist, dass sein Fell selbst in den kältesten Nächten warm hält und sehr wetterbeständig ist, auch wenn es für Außenstehende viel zu dünnhaarig erscheint, ist die Unterwolle dicht genug, um Anjum jederzeit genügend Wärme zu verleihen. Der Körperbau des Rüdens ist, anders als man es vielleicht erwarten würde, nicht breiter gebaut und kräftig wirkend, sondern eher in schmaler Form ausgeprägt. Tatsächlich wirkt Anjum damit eher wie eine Fähe als wie ein Rüde. Und doch täuscht dieses Auftreten, denn so unbeholfen und schwach er mit diesem Körperbau wirken muss, tatsächlich besitzt er eine immense Stärke und kann sich mit seinen Hinterläufen zu einem schnellen Sprint katapultieren. In Jagd und Lauf steht er kräftiger gebauten Geschlechtsgenossen daher in nichts nach. Sein Gesicht besitzt denselben femininen Zug mit einer langen schlanken Schnauze, in der sich seine Beißwerkzeuge versteckt halten und den kleinen, klugen Augen, die sich in einem dunklen blassbraunen Farbton halten. Die langen spitzen Ohren runden das Erscheinungsbild seines Profils letztendlich noch ab und seine buschige Rute, die von einem dunklen Grauton in ein helles Cremefarben verläuft, stattet ihn zusätzlich mit dem letzten Hilfsmittel der wölfischen Kommunikation aus. Seine Läufe sind lang und kräftig, jedoch schmal veranlagt und halten seinem Gewicht problemlos stand. Zugleich passen sie sich perfekt an den schlank gehaltenen Rumpf an. Letztendlich vermischen sich all diese Aussehensmerkmale zu einem harmonischen, schönen Wolfsbild.


Charakter

Man kann guten Gewissens sagen, dass Anjum zu den sanftmütigsten aller Wölfe gehört. Der Rüde besitzt keine Aggressivität in seinem Wesen und ihn bis ans Äußerste zu reizen, verlangt so einiges an schlechtem Benehmen. Er wäre wohl der perfekte Welpenhüter, denn er besitzt eine Engelsgeduld und dazu noch ein großes Herz sowohl für kleine Fellbündel als auch für gleichaltrige Artgenossen. Man kann auf seinen Nerven lange herumreiten, ehe er sich darüber beschweren würde. Die Nähe anderer ist dem Rüden sehr wichtig, weshalb er wohl als Einzelgänger auf Dauer vollkommen verkümmern würde. Ohne Gefährten würde ihm einfach etwas fehlen, denn er braucht die Wärme und die Gespräche mit anderen. Durch seine ruhige Art wirkt der Graue wohl manchmal etwas letargisch, was sich erst ändert, wenn er zu einem gemeinsamen Spiel aufgefordert wird, oder die Jagd nach ihm ruft. Dann erst zeigt er, welch Feuer in ihm stecken kann und auch in seine Augen verirrt sich dann und wann ein glühendes Funkeln. Doch die Stille an seiner Art hat auch ein Gutes, denn er wird für viele sofort als Ansprechpartner angesehen und hat auch keine Probleme, als Hilfestellung und Berater zu dienen. Mit Problemen kann man getrost zu ihm kommen, denn er kümmert sich fast schon aufopfernd darum und versucht es, es möglichst jedem Recht zu machen. Natürlich ist er kein Engel, denn was ihm Vorteile bringt, trägt ebenso Nachteile mit sich. Denn so nett und liebend er ist, umso leichter ist es für andere, ihn - ob bewusst oder unbewusst - mit Taten oder Worten zu verletzen. Mit seiner Ernsthaftigkeit nimmt er vieles, was man ihm gegenüber sagt oder tut, nicht so auf die leichte Schulter, dazu kommt, dass er einen grüblerischen Geist besitzt und sich mit dem Erlebten meist lange auseinander setzt. Daher kann es oft vorkommen, dass er sich von etwas oder jemandem angegriffen fühlt. Was jetzt nicht heißt, dass er sich sofort wehren würde und sich beschweren würde. Nein, viel eher nimmt er so etwas schweigend hin und lässt es auf sich beruhen. Anjum sucht keinen Streit, er umgeht ihn eher, selbst wenn es zu den Gunsten des anderen ist.
Alles in allem ist der Graue lediglich ein gutmütiger Wolf, der alles tun möchte, damit sich Wölfe in seiner Nähe möglichst wohl fühlen.


Vorlieben

Was dem Rüden am Herzen liegt sind vor allem Artgenossen. Dabei unterscheidet er kaum, ob es sich um Fremde oder um Rudelgefährten handelt. Natürlich bedeuten letztere ihm viel mehr, doch auch unbekannte Wölfe empfängt er mit Güte und Besonnenheit. Er ist kein Wolf, der hinter alles und jedem den Teufel wittert, sondern sieht in jedem Wolf nur das beste. Fast schon unsterblich verliebt, könnte man Anjum beschreiben, wenn er auf Welpen trifft. Es ist einfach so, dass er zu ihnen gehört. Ganz gleich ob es seine eigenen sind oder ob er sie nur hüten darf, Welpen sind schon vom ersten Augenblick an sein Ein und Alles und er verbringt gerne alle Zeit der Welt mit ihnen. Fast schon ist er selbst einer, wenn er mit ihnen tobt. Der Graue liebt sie abgöttisch.
Und weil er Welpen so sehr liebt, ist es wohl auch kein Wunder, dass der Frühling seine liebste Jahreszeit ist. Nicht nur, weil es die Jahreszeit ist, in der die kleinen Fellknäule zur Welt kommen, es ist der Moment, in dem sich Anjum jedes Mal sicher ist, dass der harte Winter vergangen ist und ein neues Jahr mit neuen Abenteuern anbricht, mit neuem Leben, das zusammen mit den auftauenden und erblühenden Blumen in den immer wärmer werdenden Sonnenstrahlen der Erde entspringt. Frühling war seit jeher die Jahreszeit, die er stets mit Friede verbunden hatte.
Zwar gehört die Jagd nicht zu dem Liebsten Anjums, doch genießt er es doch, während dieser zu laufen und seine Beute zu hetzen. Sich in diesem Geschwindigkeitsrausch zu befinden ist für den Rüden unendlich beflügelnd und weckt seine Lebensgeister jedes Mal aufs neue. Ebenso wie gelegentliche Spiele mit Artgenossen oder spielerische Angriffe auf kleine Beutetiere in der Nähe.


Vergangenheit

Etwas, nach dem Anjum schon seit seiner Welpenzeit strebte, war, einen glückseligen Pfad des Lebens zu begehen. Er wollte nie etwas anderes als in einem friedlichen Rudel harmonisch mit den anderen zu leben und sich ganz der Ruhe und der Gemeinschaft hinzugeben. Schon als kleiner Welpe war, neben seiner lebensfrohen und spielerischen Natur, das Bedürfnis nach der Nähe der anderen sehr stark ausgeprägt. Doch, wie das Schicksal es bestimmte, hielt die glückliche Zeit, in der er mit Alkatras, seinem Bruder, und deren gemeinsamen Schwester Závi durch die Gebiete des heimischen Reviers streifte, nicht lange. Als die drei gerade das Jungwolfalter erreicht und zu großen und kräftigen Wölfen herangewachsen waren, entschied sich die Natur, ihr Glück zu zerstören und schickte ein wütendes und reißendes Feuermeer durch den Wald, in dem das Rudel hauste. Da der Wind aus ihrer Richtung kam, rochen und sahen sie das Feuer zu spät und in der Panik und Hast verlor das Rudel einander, der eine strebte in die eine Richtung, der andere in eine ganz andere. Auch Anjum verlor den Anschluss zu allen anderen und rettete sich, von ständiger Sorge um seine Familie und die übrigen Rudelmitglieder begleitet, aus dem Wald.
Weit entfernt von dem Wald wartete er lange Zeit, sah das Feuer versiegen und wagte sich schon bald wieder in das verbrannte und unfruchtbare Land, das einst sein Zuhause war. Was er vorfand, waren Trümmer eines mächtigen Waldes und der Geruch nach verbranntem Fleisch, welcher ihn schließlich von diesem grausamen Ort vortrieb. Lange wütete in ihm der Verlust und die Sehnsucht nach der Vergangenheit, doch niemals drehte der Rüde sich um und kehrte zurück.
Nein, er blickte stets nach vorne, obgleich das Geschehene ihn schier zerriss. So erreichte er nach langer, mühsamer Wanderschaft als ausgehungerter Jungwolf ein kleines Rudel im Norden, das ihn herzlich aufnahm. Er fühlte sich sofort wohl, freundete sich schnell mit den neuen Gefährten an und genoss die trügerische Stille, die an jenem Ort herrschte. Er glaubte endlich ein Zuhause gefunden zu haben. Doch auch dagegen schien Mutter Natur vorgehen zu wollen - oder sah sie es als Pflicht? - und eine Schar von Menschen brach eines Tages in den friedlichen Wald ein. Dieselbe Panik, dieselbe Hilflosigkeit wie auch bei dem Brand erfasste das gesamte Rudel und verstreute auch diese. Auch dieses Mal blieb der Rüde nach dem Angriff alleine zurück und noch einmal wanderte er weiter, mehr denn je von der Sehnsucht erfasst, seine Geschwister wiederzusehen. Er hielt sich in vielen Rudeln auf, verweilte nicht lange dort, auch wenn sein Herz bei jeder Gemeinschaft, bei jedem Anblick eines Artgenossen und bei jedem Wort mit seinesgleichen höher schlug, so schien sein Herz immer nur dann zu pochen, wenn er an seinen Bruder oder seine Schwester dachte und dieser Gedanke trieb ihn jedes Mal wieder fort. In der Zeit, die er teils alleine, teils in Gemeinschaft verbrachte, lernte der Rüde viel dazu. Er lernte, dass er jagen musste, aber auch die Schönheit, die Vollkommenheit der Natur lernte er und verliebte sich in sie, was die Jagd immer schwerer machte. Trügerische Blicke, Missgunst und Hass bekam er auch zu spüren, was ihm mehr zusetzte als alles andere, da er nicht verstand, womit er das verdient hatte, obwohl er sich immer darum bemühte, allen ein guter Kamerad zu sein und jeden mit dem seinigen Charakter zu lieben.
Eines Tages erhaschte er schließlich die Spur seines Bruders, roch den Geruch, der ihm schon seit langem gefehlt hatte und wusste, dass er nun bald zuhause sein würde. Als er Alkatras wiederfand fühlte er sich mehr als lebendig, fand sogar seine spielerische Art wieder und beschloss zusammen mit ihm ein neues Rudel zu gründen, um so vielleicht endlich seinen Lebenswunsch zu erfüllen; ein glückliches Rudel, friedlich, liebevoll und harmonisch.
Es verging eine lange Zeit, in der das Rudel unter der Führung von Anjum und Alkatras unter günstigen Winden lebte. Viele Rudelmitglieder gingen, kamen neu hinzu. Anjum lernte seine Ziehtochter Aelia kennen, verliebte sich sofort in den aufgeweckten jungen Welpen, der ihm jedoch viel zu früh abhanden kam, nachdem Aelia erfuhr, dass ihre Ziehmutter innerhalb des Rudels bei einer Jagd ums Leben gekommen war. Das Rudel war für eine lange Zeit stark, doch immer mehr schien es zu bröckeln. Da kamen die vielen Verluste hinzu, die es auf den Wanderschaften erleiden musste und letztendlich auch der verheerende Erdrutsch, der es in zwei Hälften spaltete. Anjum und Alkatras wurden bei diesem Erdrutsch ebenfalls getrennt und vereinbarten, die Gebirgskette zu umrunden, um sich wiederzutreffen. Innerhalb Anjums Teil des Rudels gab es schließlich so viel Streit, Zwietracht und auch Unfälle, dass es letztendlich nur noch er selbst waren und seine treue Betagefährtin, die zum vereinbarten Treffpunkt ankamen. Nachdem sie jedoch viele Tage dort ausgeharrt hatten und kein Wolf - weder Alkatras, noch sonst ein bekannter Rudelgefährte - erschienen war, wanderte die Betawölfin schließlich ab und ging ihrer Wege.
Es dauerte lange bis Anjum sich ebenfalls erhob und seinem Pfad folgte. Wohlwissend, dass er seinen Bruder ein zweites Mal, und dieses Mal wohl endgültig verloren hatte...


Anjum ist dem Rudel am 03.11.2009 im Lichtwald beigetreten.
Anjum gilt seit dem 12.01.2010 im Tautarental als verschollen.
Gespeichert
Thalia
Alpha

Offline Offline

Geschlecht: Weiblich

« Antworten #2 am: 28.April 2010, 20:57:00 »

Orion




Aussehen

Das Aussehen dieses Rüden wollt ihr erfahren? Nun, setzt euch, ich werde versuchen, ihn so zu beschreiben, wie es mir am besten möglich sein wird.
Orions Fell weist eine weiß-braun-schwarze Färbung auf, wobei das Schwarz im Kopf- und Halsbereich dominiert, sich auf dem langen, kräftigen Rücken fortsetzt und schlussendlich auch die Rute mit einschließt. Das Weiß ist relativ selten in seinem Fell vertreten, doch es ist vorhanden, wenn auch mäßig. Das Bauchfell weist jenes reine Weiß auf, welches auch seiner Mutter angehört hatte, ebenso Teile der Kehle und auch der Kiefer sind weiß. Auch sind Teile der langen, sehnigen und stählern wirkenden Läufe schneeweiß, laufen allerdings bald in ein helles Braun über. Das Braun ist wohl neben dem Schwarz am häufigsten auf dem kräftigen, langen Leib vertreten und mit seiner Schulterhöhe von knappen 93 cm ist er auch nicht unbedingt klein. Die Augen des Rüden scheinen stets jede noch so kleine Regung wahr zu nehmen, was ihm zu einem gefährlichen und sehr aufmerksamen Jäger macht. Die Farbe der Augen wandelt sich meist mit seinen Launen, jedoch könnte man sie als ein helles Gelb bezeichnen. Manch einer wagt es zu behaupten, die Augen seien trübe, doch dies ist lediglich eine Illusion, sollte die Sonne ihm in die Augen strahlen. Meist ist den gelben Augen auch ein gewisses Funkeln zu eigen, wobei niemand so genau deuten kann, ob es nun ein schalkhaftes oder doch ein ernst zu nehmendes Funkeln ist. Seine Pfoten sind weich und mäßig groß, was ihm sowohl ein lautloses Anschleichen als auch ein so ziemlich lautloses Laufen ermöglicht. Doch auch die langen Läufe werden den Rüden flink voran bringen, obwohl man meinen sollte, mit seinen 65 kg ist er ziemlich träge. Doch er ist ebenso flink wie wendig.


Charakter

Es ist schwer, Orions Charakter in ein einzelnes Raster zu pressen, da er nicht selten viele Facetten aufwies. Im Grunde genommen ist der Rüde eine eigentlich ruhige Natur, die sich selten aus der Ruhe bringen lässt und genau weiß, was sie will. Und wie sie es will. Auch half ihm seine angeborene Dominanz stets, keine Übergriffe zu befürchten. Er ist stolz und das weiß er auch. Allerdings eher in dem Maße, dass es noch angenehm ist und man durch seine kühle, meist etwas distanzierte Art spürt, dass er einen achtet und respektiert, sollte man dies auch mit ihm tun.
Orion ist ein sehr regeltreuer Wolf, was bedeutet, dass er Ränge und ihre Aufgaben vorbehaltslos akzeptiert. Doch ist er bezüglich der Rangbesetzung sehr streng und genau, weshalb es schwer ist, ihn zu überzeugen. Auch ist er stur und dickköpfig, was manchmal eine Diskussion unmöglich macht. Er legt ebenso viel Wert auf Höflichkeit und Respekt ihm gegenüber, wie auch er anderen Wölfen gegenüber hegen wird. Sollte man ihn jedoch verärgern oder erzürnen, so sollte man sich nicht mehr mit ihm anlegen, denn dann kann er ein wahres Ungetüm werden. Meist hat er sich gut unter Kontrolle, doch wenn der besagliche "Knoten platzt", dann ist es meistens eine Flutwelle, der man nur schwer entgehen kann.
Orion ist ein Wolf, der sehr in sich zurück gekehrt lebt und von daher auch auf eine gewisse Distanz baut. Der Rüde ist nämlich bis zu einem gewissen Grade kontaktscheu, was eigentlich nur bedeutet, dass er Körperkontakt nicht allzu lange aushält. Für Wölfe, die er liebt, würde dies natürlich nicht gelten, doch auch Rudelmitgliedern würde er es nicht auf Dauer gestatten, mit ihm zu "kuscheln".
Wo wir beim nächsten Punkt angelangt wären. Orion ist ein sehr misstrauischer und vorsichtiger Wolf, der durch seine kühle Art auch sehr rational bleibt und ist. Fremden gegenüber ist er eine sehr lange Zeit misstrauisch, behandelt sie natürlich nicht ungerecht oder gar abwertend, doch es wird schwer, sein Vertrauen zu erringen. Man könnte sagen, es wäre einfacher, den Mount Everest im Winter zu besteigen, als Orions Vertrauen zu erlangen. Doch dies ist es, was ihn zu dem Rüden machte, der stets für den Schutz der Leitwölfe sorgte, da man ihn kaum täuschen konnte und er einen Hinterhalt meistens schon gewittert hatte, bevor die Gegner überhaupt nur in der Nähe waren. Dadurch, dass sein Vertrauen so schwer zu erlangen ist, hat Orion sich einen gewissen "Schutzpanzer" errichtet, um zu gewährleisten, dass er nicht verletzt werden kann. Doch wer seine Freundschaft erlangt hat, wird sie wohl nie mehr missen wollen, denn als Freund erweist Orion einen wahrhaft göttlichen Dienst.
Der Rüde legt viel Wert auf Ehrlichkeit, Offenheit und Direktheit, weshalb er wohl kaum mit seiner eigenen Meinung hinter dem Berg halten wird, selbst dann nicht, wenn die Gefahr besteht, einen Freund zu verletzten. Orion ist der Meinung, dass eine Freundschaft auf Ehrlichkeit aufgebaut wird, weshalb er auch stets ehrlich sein wird. Lügen und Intrigen verabscheut er, doch den Kampf und die Jagd liebt er.


Vorlieben

Was der Rüde liebt, ist es, den Wind durch das Fell fahren zu spüren, wenn er durch den Wald jagt und an nichts denken muss. Wenn er einem Vogel gleich über Wälder und Felder läuft und scheinbar abzuheben versucht. Doch am liebsten hat er das einsame Laufen, wenn niemand ihn stört und er in vollkommener Stille auf die Geräusche der Natur lauschen kann. Doch nicht nur beim Laufen genießt er de Stille und die Einsamkeit, auch wenn er unterwegs mit dem Rudel ist, genießt er jene Momente, wo niemand spricht und alle sich auf das Laufen konzentrieren. Dann lauscht er seinem Schritt, den Schritten der Wölfe bei ihm und natürlich wieder auf die Natur.
Orion ist ein Wolf, der die Natur liebt und diese Liebe auch auszuleben vermag. Wenn er das zarte Wispern der Blätter hört, wird man ihn inne halten und die Augen schließen sehen. Regungslos verharrt er dann und lässt die Eindrücke auf seine Sinne wirken, ohne auch nur einen einzigen Ton von sich zu geben.
Obwohl er ein eigentlich ruhiger Wolf ist, besteht sein Lebensinhalt, wie man sagen könnte, in der Jagd und im Kämpfen. Er wird sich nie davon schleichen oder gar einem Kampf aus dem Weg gehen. Auch ist er der erste, der bei dem Wort Jagd aufspringen wird, denn wenn er eines gut kann, dann ist es die Jagd. Orion scheint mit seinen langen Läufen und der schweigsamen Art wie geschaffen dafür.
Doch was der Rüde noch mehr als die Jagd, die Einsamkeit, die Stille und die Natur liebt, ist wohl die Dunkelheit. Die Finsternis. Die Nacht. Dann kann er entspannen, zeigt sich ungewöhnlich redselig und freundlich, ja, manchmal geht es sogar soweit, dass seine Distanz beinahe komplett zurück weicht. Doch es gibt Grenzen und wenn diese Grenze übeschritten wird, kann es schon mal geschehen, dass Orion sich wieder komplett in sich zurück zieht.
Aus der Liebe zur Nacht und Natur heraus liebt er auch etwas, was wohl jeder Wolf liebt: den Vollmond. Wenn er in den Sternenhimmel blickt und der große, runde Mond sein starkes Licht die Welt wieder erhellt, wird der braun-schwarze Rüde seinen Kopf in den Nacken legen und aus voller Kehle heulen. Denn das Heulen lässt ihn vergessen, wer er ist und was er ist. Dann ist er nur ein unbedeutender, kleiner Geist, der dem Mond Ehre und Respekt zollt.
Auch den Regen und milde Sommerstürme lassen das Herz des Rüden freudig höher schlagen. Wenn ein Regenschauer nieder geht, wird man ihn sehen, wie er wieder zum Welpen wird. Dann könnte er den gesamten Tag oder auch die Nacht durch die Pfützen jagen und sich regungslos in den Regen stellen. Sommergewitter mag der Rüde ebenfalls, doch hinzu kommt das Donnergrollen und die grell aufzuckenden Blitze, die ihm immer wieder vor Augen führen, wie stark die Natur ist. Wie stark das aus der Naur hervorgegangene Wesen Wolf ist.


Vergangenheit:
Man wird Orion kaum über seine Vergangenheit sprechen hören, denn was er erlebte, empfindet er nicht als nennenswert, um es dem Rudel aufzubinden. Auch will er kein Mitleid von den Wölfen, weshalb er über seine Vergangenheit, wie über vieles andere auch, schweigt.
...

Orion ist dem Rudel am 22.10.2009 im Lichtwald beigetreten.
Orion gilt seit März 2010 als verschollen.
Gespeichert
Thalia
Alpha

Offline Offline

Geschlecht: Weiblich

« Antworten #3 am: 28.April 2010, 20:58:06 »

Rhea



Aussehen

Rhea stellte damals keine Fragen, weshalb ihr Körper immer größer wird, und weshalb er nicht aufhört zu wachsen. Erst als sie erfuhr, weshalb eine Kämpferin, wie sie eine werden sollte, einen so großen Körper braucht, sah sie ohne Unbehagen zu, wie ihr Körper bis zu einer Größe von 83,6 cm heranwuchs. Sie warf den anderen keine neidischen Blicke zu, wenn sie deren schlanke Beine sah, und da hingegen ihre muskulösen Läufe. Mit der Zeit erkannte sie, welche Vorteile sie mit ihrem Körper hatte und erprobte täglich, wie robust sie geworden war. Immer weiter entwickelte sich der damals noch zarte Brustkorb, um Platz für eine Lunge zu schaffen, in der viel Luft hineinpasst, die nötig für lange und erschöpfende Märsche, die Jagd oder den Kampf ist. Die Muskeln, die sich mit dem zunehmenden Mond weiter ausprägten, wurden ihr nicht zu Last und ihr steigendes Gewicht ebenso wenig. Schließlich war sie es, die bei langen Märschen immer an der Spitze der anderen stand und sie mit Leichtigkeit überholen konnte. Mit der ersten Jagd fand sie dann heraus, wie sie sich ihr Gewicht der puren Muskelmasse zu nutzen machen kann und lernte, dass sie damit auch größere und massigere Tiere als Rehe zu Boden zerren kann. Ihre Kiefer stellten sich als tödliche Waffen heraus, mit denen sie den Knochen von Elen splitter und Brüche zufügen kann. Über den enormen Muskeln, die das Geheimnis der unbändigen Kraft der Fähe sind, liegt ein dunkler Pelz von einem dunklen Rauchgrau, welches der Farbe von Asche sehr Nahe kommt. Doch er ist zerrupft und erzählt von Kämpfen, von Niederlagen und natürlich von mangelnder Hygiene. Doch in Wahrheit ist es Feuer, Verzweiflung und Schmerz, der den dunklen Pelz Rheas so aussehen lässt.


Charakter

Rhea ist noch eine junge Fähe, weshalb ihr Charakter noch nicht vollends ausgebildet ist. Doch sie hat schon sehr viel durchgemacht und bis heute zeigt sich ihr Charakter als zwiespältig. Sie zeigt schon bestimmte Abneigungen, Vorlieben, Stärken und Schwächen, aber es gibt noch nicht vieles, das ihre Seele prägt. Eher gesagt, es gibt noch nicht viel positives. Die junge Fähe ist normalerweise ein offenes, vertrauenswürdiges Wesen, welches in der Welt der Fröhlichen und Friedliebenden lebt, doch manchmal ist sie auch naiv und unüberlegt. Die dunkelgraue Wölfin redet gerne und scheut sich nicht, das anderen zu zeigen. Manchmal kann sie Mitwölfen mit ihrem Geschwätz ganz schön auf die Nerven gehen, dafür kann sie damit aber auch schnell Konflikte schlichten und Stimmung unter die anderen bringen.

Außerdem hat sie etwas an sich, das sie vertrauenswürdig und liebenswert macht. Ihre Augen sprechen ihr meistens aus der Seele, wofür die Wölfin auch geschätzt wird. Durch ihre lange Reise kennt sie viele Geschichten, die sie gerne und mit viel Freude erzählt.
Auch wenn Rhea häufig als Optimistin bezeichnet wird, kann ihre Laune blitzschnell in die andere Richtung schwanken, und das wie aus dem Nichts. Dann ist sie nicht mehr sie selbst und sie ist verschlossen, egoistisch und aggressiv. Sie selbst bekommt davon nur wenig mit. Damals, als ihr Rudel niedergemetzelt wurde, wurde ihr Charakter gespalten, und so lebt sie nun, ohne, das sie selbst etwas davon weiß. Die eine Hälfte von ihr ist wild und beherrschbar. Auch ist sie dann zerstörerisch, doch das heißt nicht, dass sie ihr eigenes Rudel verraten, angreifen oder gar verletzen würde. Die Treue zu ihrem Rudel, ihren Freunden und ihren Anführern ist immer dieselbe. Sie würde alles für ihr Rudel tun, auch wenn sie durch den Zwiespalt manchmal sehr zickig sein kann und sich dann eher zurückzieht.

Sie wird dann auch manchmal dominant und neigt zur Selbstzerstörung, doch in der Wirklichkeit besitzt sie ein großes Herz, das nur mit zu vielen negativen Ereignissen und Erinnerungen belastet ist und von ihnen zerfressen wird. Rhea hat häufig Albträume und das Schlafen fällt ihr dadurch schwer, stattdessen sieht sie sich lieber die Sterne an und versucht, zu deuten, was in ihnen steht. Das beruhigt sie und bringt Besinnung in den aufgewühlten Charakter der Fähe.
Außer dem betrachten der Sterne liebt sie es, sich in seichtem Wasser aufzuhalten oder zu schwimmen, denn dabei fühlt sie sich frei, und Freiheit ist es, wonach sich die junge Seele sehnt. Freiheit von den bösen Erinnerungen, die sie immer wieder heimsuchen und die aus ihr eine andere Wölfin gemacht haben.


Vorlieben

Innerlich sehnt sich Rhea nach Freiheit und es gibt bestimmte Aktivitäten, die ihr immerwieder weis machen, wie frei sie eigentlich ist. Denn wahrlich, sie ist freiher als so manch anderer Wolf, doch sie fühlt sich gefangen und die schwere Last, die sie zu Boden drückt, gibt ihr das Gefühl, als sei sie bewegungsunfähig. Doch wenn sie von klarem Wasser umgeben ist, welches sie leicht wie eine Feder wirken lässt, dann verschwinden plötzlich alle diese negativen Gefühle und dann ist sie die Rhea, die hinter diesen grausamen Erinnerungen steckt. Die, die von der Wildheit überdeckt wird und sich nach Frieden sehnt. Den Frieden im eigenen Herzen.
Sie liebt es, sich auf Wasser treiben zu lassen und die Sonne auf dem dunklen Pelz zu spüren, die sie innerlich aufwärmt. Dann fühlt sie sich geborgen, schwerelos, einfach frei. Auch, wenn sie rennt, so schnell, dass sie ihre Umgebungen nurnoch als ein verschwommenes Etwas warnehmen kann. Sie liebt es, wenn der Wind ihr das zerzottelte Fell um die Ohren fliegen lässt. Denn auch dann spürt sie, von welcher Freiheit sie umgeben ist und kann es genießen, als Wolf anstatt als Hund geboren zu sein.
Auch liebt sie es, wenn man sie respektiert. Eine schöne Atmosphäre um sie herum ist es, was sie braucht, um sie selbst zu sein. Die Optimistin, als die sie auf die Welt gekommen ist.
Auch benötigt sie Freunde, denen sie blind vertrauen kann, und ein Rudel, dem sie ihre Treue beweisen kann. Sie liebt es, Geschichten zu erzählen, denn dadurch spürt sie eine bestimmte Zuneigung zu ihren Zuhörern, die sie sich selbst nicht erklären kann. Dann fühlt sie sich wohl. Bei ihr gilt das Motto: "Reden verkürzt den Tag", was bedeutet, dass sie immer wieder anfangen kann, über alles zu plaudern, wenn sie Langeweile hat.
Manchmal redet sie auch zu den Sternen, da sie glaubt, ihre vertorbenen Eltern darin zu entdecken. Dann redet sie sich alles von der Seele und wartet auf eine Botschaft der Sterne. Etwas, das ihr Halt gibt. Beinahe jede Nacht verbringt sie damit, in die Sterne zu blicken, die über sie wachen. Ohne den Schutz der Sterne würde sie wohl gar nicht mehr schlafen.


Vergangenheit

Die Sonne knallte auf den rauchgrauen Pelz der Wlfin, die gerade durch das Unterholz schlich. Ihre Augen hatten ein bestimmtes Wesen fixiert, welches vor ihr stand und sie keineswegs bemerkte. Geschickt tat sie eine Pfote vor die andere, verlagerte ihr Körpergewicht auf ihre Oberschenkel, um möglichst keinen Laut zu machen. Als sie nah genug an dem Tier dran war, setzte sie zu dem alles entscheidenden Sprung an. Sie drückte ihre Hinterpfoten in die Erde und machte einen kräftigen Satz auf das Reh zu, welches verschreckt den Kopf hochriss und die Augen weitete. In dem Moment, in dem die Ballen von Rheas Pfoten das hellbraune Fell des Rehs berührten, ertönte ein Schuss aus dem Nichts und das Reh fiel abrupt um. Rhea rollte sich zur Seite ab und lag in dem hohen Gras der Lichtung. Sie sah sich um, konnte aber keinen Feind ausmachen, von dem der Schuss hätte ausgehen können, bis sie dann die schmalen Augen und die nackte Haut eines Felllosen sah.
Die grünen Augen waren zu Schlitzen vereengt und lagen fest auf dem dunklen Fell der Wölfin, die ebenfalls die bernsteinfarbenen Augen zusammenkniff und leise knurrte. Es war nicht das erste Mal, dass die Felllosen die Beute wegschnappten, die sowieso schon rar geworden war, seit die zweibeinigen Wesen das Land der Wölfe betreten hatten. Die Wölfe hatten es satt, dass sich Fellose auf ihrem Territorium herumtrieben und in ihren Jagdgründen Beute erlegten.
Und die sonst so fröhliche Rhea hatte ebenfalls die Nase voll, doch als sie sah, dass das Rohr, aus welchem die tötenden Knalle kamen, auf sie gerichtet war, duckte sie sich ängstlich und lief mit gesenktem Schwanz davon.

Rhea ist dem Rudel am 30.09.2009 im Lichtwald beigetreten.
Rhea gilt seit März 2010 als verschollen.
Gespeichert
Seiten: [1]
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Partnerseite Wellensittich  Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.11 | SMF © 2006-2009, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS